Gemeindewirtschaft (GW)
 

Heranziehung eines niedrigeren Bodenwertes bei einem land- und forstwirtschaftlichen Grundstück mit zwei ausgewiesenen Bodenrichtwerten

Leitsätze der Redaktion:

Wenn sich ein zu bewertendes Grundstück in einer Bodenrichtwertzone befindet, für die verschiedene Bodenrichtwerte ausgewiesen sind, erlaubt § 247 Abs. 1 Satz 2 BewG in Nr. 2 die Auswahl zwischen diesen Bodenrichtwerten. Hat der Gutachterausschuss für die Bodenrichtwertzone zwei unterschiedliche Bodenrichtwerte für die Entwicklungszustände „baureifes Land im Außenbereich“ sowie „Land- und Forstwirtschaft“ ermittelt, und besteht auf absehbare Zeit keine Entwicklung zu einer Bauerwartung, ist das Grundstück als Fläche der Land- und Forstwirtschaft – mit dem entsprechend niedrigeren Bodenwert – zu behandeln.

– FG Düsseldorf, Urteil vom 22.05.2025
– 11 K 2040/24 GrBG –

DOI: https://doi.org/10.37307/j.2940-5653.2025.10.06
Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 2940-5653
Ausgabe / Jahr: 10 / 2025
Veröffentlicht: 2025-10-08